Das NewsTresor-Team besteht aus mehreren, freien Autoren. Wir gestalten diesen Blog als ein Gemeinschaftsprojekt neben dem Studium. Wir möchten mit unseren Artikeln insbesondere brisanten Themen einen Platz geben, die von der "großen Presse" bislang keine oder kaum Beachtung fanden. Alle Beiträge sind von uns exklusiv recherchiert.Das NewsTresor-Team besteht aus mehreren, freien Autoren. Wir gestalten diesen Blog als ein Gemeinschaftsprojekt neben dem Studium. Wir möchten mit unseren Artikeln insbesondere brisanten Themen einen Platz geben, die von der "großen Presse" bislang keine oder kaum Beachtung fanden. Alle Beiträge sind von uns exklusiv recherchiert.

Samstag, 18. April 2015

Manuel Neuer hat Eier in der Hose! - Deutscher WM-Torschütze zeigt seine Kronjuwelen


Was ein geiles Team!!! @jeromeboateng @manuelneuerfcb

Ein von 25 Thomas Müller (@thomas.mueller) gepostetes Foto am

Einfach mal Eier zeigen - das war schon Neuers Erfolgsrezept bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014, die Deutschland zum Sieg führte.
Doch nun sieht es so aus, als hält Neuer nicht nur jeden Ball im Tor, sondern auch selbst zwei sehr ansehnliche Bälle in seiner Hose...
Auf Thomas Müllers Instagram- und Facebook-Profil zeigte er auf einem Bild in der Mannschafts-Kabine kurz nach dem historischen WM-Sieg, dass Neuers Know-How was Bälle betrifft nicht von ungefähr kommt....

Auch Team-Kollege Jerome Boateng posiert freizügig oben ohne.
Die Damenwelt dürfte es freuen.
Da bekommt Müllers bezeichnung "Was ein geiles Team" eine ganz andere Bedeutung...

Nutella-Mann nackt!

Wer schon immer mal den Mann aus der Nutella-Werbung nackt sehen wollte, und zwar KOMPLETT nackt, der hat hier die Gelegenheit!
Der Blog "Restituda1" hat sich spezialisiert auf diverse Nacktauftritte männlicher Stars und Schauspieler. Der Mann, bekannt aus der Nutella-Werbung, heißt Sebastian Nakajew und lässt in einem Theaterstück auf der Bühne schamlos alle Hüllen fallen!
Gespannt auf die Bilder? Einfach den Link anklicken und genießen!

RESTITUDA1'S WORLD OF MALE NUDITY: Discovery of the day: Hunky German actor Sebastian...: i was capping Anatomie 2 today and Sebastian Nakajew instantly caught my eyes, i know him, just my kind of guy (some may recognize him as d...

Sonntag, 14. September 2014

O2 can't do: Der tiefe Fall vom guten Premium-Kunden zum Inkasso-Fall - eine Kundenmeinung

Als ich, alleinerziehende Mutter einer Tochter, vor knapp 18 Monaten meinen Mobilfunkvertrag bei O2 abschloss, konnte ich nicht ahnen, welchen Geschäftsmethoden ich mich ausgeliefert sehen würde.
Ich zahlte monatlich immer pünktlich meine Rechnungen, bescherte O2 bis zuletzt jeden Monat gute Umsätze. Mobiltelefonie - mein liebstes Hobby. Bis zu 220€ monatlich - mein Telefonverhalten hatte dabei jedoch immer im Überblick. Für mich alles kein Problem - ich zahlte immer pünktlich und war zufrieden. Zuletzt wurde ich sogar als Premium-Kunde hochgestuft und erhielt weitere Vergünstigungen - so stand es zumindest in meinem Online-Kundenkonto.
Doch nun, knapp 8 Monate vor Vertragsende, lernte ich das wahre Gesicht meines bislang treuen Mobilfunkanbieters kennen.
Durch einen Unglücksfall entstand eine Rechnung von knapp 700€, insbesondere durch Telefonate zu Mehrdienstanbietern (0900). Offensichtlich hatte meine Tochter den Tastensperrcode meines Handys herausgefunden und munter drauf los telefoniert. Hauptsächlich Astro-Hotlines, wie ich später herausfand. Natürlich gab das für sie mehr als nur ein großes Donnerwetter.
Mein Problem jedoch war nun die verhältnismäßig hohe Rechnung. Bei einem Einkommen als Krankenschwester von netto rund 1100€ bleiben nach Abzug von Miete und anderen Lebenshaltungskosten gerade einmal 300€ übrig. Die Handyrechnung sprengte mein monatliches Budget also um 400€. Da meine Tochter (sie ist 16) trotz Bemühungen so kurzfristig keinen Job fand, um ihre Schulden bei mir abzuarbeiten, blieb ich erst einmal auf der hohen Rechnung sitzen.
Daher kontaktierte ich die Kundenbetreuung und fragte freundlich nach der Möglichkeit einer Ratenzahlung.

Die Dame am Telefon war leider sehr forsch, unfreundlich und alles andere als kundenfreundlich.
Ich erkundigte mich nach den Möglichkeiten, die ich hätte. Doch alles, was sie interessierte, war, wann ich endlich zahlen würde und, dass ich doch heute schon eine Anzahlung leisten könne.
Natürlich würde die Anzahlung die angedrohte Komplettsperrung des Anschlusses auch nicht verhindern. An dem Grundproblem hätte sich dadurch ja auch nichts geändert - denn den Rechnungsbetrag hätte ich ja so oder so nicht auf einmal begleichen können.

Nach einigem hin und her mit der auf mich rabiat wirkenden Dame sagte sie mir, dass eine Ratenzahlung erst dann möglich sei, wenn im System eine Mahnstufe eingetragen sei. Dies sei erst dann der Fall, wenn der Anschluss schon komplett gesperrt sei. Somit kämen neben den Kosten der Anschlusssperrung auch noch die Verzugskosten und die Kosten der Ratenzahlung auf mich zu. Abgesehen von den Unannehmlichkeiten und Konsequenzen, die die Anschlusssperrung für mich hat.
Dabei hätte ich die Rechnung in 3 oder 4 Raten problemlos bezahlen können. Sicherlich ist es auch immer ein Stück weit Kulanz, ob ein Anbieter so etwas mitmacht. Allerdings ist das knallharte Verhalten von O2 für mich nach wie vor unverständlich. So nach dem Motto: "Zahlen oder Sperre".
Dazu noch der forsche Ton der Dame am Telefon, der mich fast schon an den einer Gefängniswärterin erinnert hat.
Hat O2 es etwa nicht nötig, sich seine Kunden zu halten? Ist es für O2 kein Problem sich offenbar Kunden zu vergraulen?
Für mich war es das jedenfalls mit O2 - mein Vertrag wird fristgerecht gekündigt und ich bin verärgert. Verärgert darüber, dass O2 in diesem Fall offenbar so gar keine Kundenfreundlichkeit und Kulanz kennt und mir als Kundin nicht einen Millimeter entgegen gekommen ist - nachdem knapp 18 Monate mit dem Vertrag alles glatt lief und ich ihnen stets gute Umsätze beschert habe.

In den Kundenforen von O2 habe ich bereits mehrere verärgerte Kundenbeiträge gelesen, die ein ähnliches Problem haben. Alle berichten von der gleichen Masche - und davon, dass man bei anderen Anbietern kundenfreundlicher und kulanter behandelt wird.

Jeder Dienstleistungsbetrieb - egal um welche Dienstleistung es sich handelt - ist doch von seinen Kunden abhängig. Ein verärgerter Kunde ist ein verlorener Kunde und wird das mit Sicherheit auch weitersagen - so wie ich nun. Und es ist ja nicht so, dass es keine Konkurrenz gäbe.

Montag, 14. Juli 2014

Deutschland ist Weltmeister 2014 - so sexy und nackt ist WM-Titel-Torjäger Mario Götze

Unglaublich!
Was für eine WM, was für ein Finale!
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien war spannend bis in die Haarspitzen.
Zu verdanken ist der deutsche Weltmeister-Titel bei der FIFA-WM 2014 vorallem Mario Götze, der 6 Minuten vor Ende der 2. Verlängerung des Finalspiels gegen Argentinien das ersehnte Tor schoss!
Damit holte Mario Götze tatsächlich den 4. Stern für Deutschland und sicherte dem Team von Jogi Löw den WM-Pokal.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck kannten im Stadion kein Halten mehr und feierten nach 2 Stunden nervenaufreibender Zitterpartie den ersten WM-Titel Deutschlands seit 1990. 24 Jahre lang musste Deutschland auf diesen Titel warten.
Das WM-Finale war ein knallhartes Spiel. Die Argentinier gingen nicht gerade zimperlich mit dem DFB-Team um. Das Spiel, welches beiden Teams eine Leistung bis über ihre Grenzen abverlangte, hat die deutsche Fußball-Mannschaft ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Verletzungen, Ausfälle und einen italienischen Schiedsrichter, der alles andere als zugunsten der deutschen Mannschaft handelte.
Doch die Mannschaft hat den widrigen Umständen getrotzt und trotzdem alles gegeben.
Als wäre es ein Zeichen, so hat der gegen Götze gewechselte Tor-Rekordhalter Miroslav Klose unserem "Super Mario" etwas von seinen rekordhaften Fähigkeiten beim Auswechseln abgegeben.
"Super Mario" kickte Deutschland schließlich zum Weltmeister. Verdient - nach einem harten und spannenden Spiel.

Dass der junge Torhüter Mario Götze auch optisch ein Leckerbissen ist, das möchten wir an dieser Stelle allen weiblichen (und männlichen) Besuchern nun nicht länger vorenthalten...
Ein Knackarsch par exellance - und den Beulen zufolge auch unten rum gut bestückt...

Es gibt sogar Paparazzi-Fotos, auf denen er zum Teil sein knackiges Hinterteil entblößt - diese können wir jedoch aus bildrechtlichen Gründen hier nicht zeigen.
Wer wissen will, wie Götzes Arsch nackt aussieht, dem empfehlen wir folgende Links (wir übernehmen keine Haftung für die Inhalte der Links und distanzieren uns ausdrücklich davon):
Götzes Knackarsch 1
Götzes Knackarsch 2




















Montag, 14. April 2014

Der Traum ist aus: Viel Talent, wenig Glück - ein Musiker erzählt...

Es ist eine wahre Geschichte über ein Schicksal, das kein Kitsch-Roman wohl besser hätte erzählen können. Die Geschichte einer goldenen und empfindsamen Seele auf der Suche nach Erfüllung.
Die Reise vom erlebten Glück in ein Leben jenseits von gut und böse.

Die Vorbilder sind die ganz großen des Showgeschäfts - denn mit ihnen verbindet er Wiedererkennungswert, Ausstrahlung und Bühnenpräsenz. Etwas, das langfristigen Erfolg verspricht.
Auch, wenn ihm von Anfang an bewusst war, dass nicht jedem dieser exorbitant große Erfolg vergönnt war und man dafür sicherlich auch einen Preis zahlt - er wollte einfach nur auf die Bühne. Auf der Suche nach Liebe. Eine andere Form von Liebe - denn im Privatleben war sie ihm nie vergönnt, er traf nie seine ganz große Liebe.

Ihm war seit je her bewusst, dass er auch die besondere Gabe, Menschen zu unterhalten, in sich trägt.
In dem kleinen Studentenstädtchen gab es nicht viele Möglichkeiten sich auszuprobieren, doch im Karaoke-Pub probierte er sich aus und wurde dort zu einem gefeierten und umjubelten Kultstar.
Auch, wenn ihm bewusst war, dass er kein Supermodel oder stimmlich keine zweite Celine Dion war, wusste er doch die Menschen zu unterhalten - auf seine ganz eigene, besondere Weise. Denn das, worauf es ankommt, um sich zu unterscheiden von all dem Einheitsbrei - den Wiedererkennungswert - den besitzt er zweifelsohne. Dessen war er sich ebenfalls immer bewusst.

Seine Auftritte waren der Höhepunkt eines jeden Abends, die Zugabe obligatorisch. Er wurde bejubelt, bekam tosenden Applaus, Bestätigung und Liebe, die ihm sein Schicksal ansonsten versagte. Und so wurden die monatlichen Auftritte im Pub sein Highlight im Leben. Auch, wenn die Bühne klein war, der Beifall war groß. Er bekam ein Gefühl dafür, was es heißen muss auf einer großen Bühne zu stehen und Beifall zu bekommen. Es war alles was er sich jemals wünschte, als hätte sich sein sehnlichster Traum erfüllt - bis der Pub knapp 2 Jahre später schließt und damit auch seine "Bühnenkarriere" beendet.
Viele Besucher waren auch seinetwegen gekommen, doch die Schließung des Pubs riss Publikum und Künstler auseinander.

Er suchte neue Plattformen sich künstlerisch auszudrücken, nahm Lieder auf und stellte sie ins Internet.
Doch es war, als wäre ihm der Erfolg abhanden gekommen - eines seiner Lieder landete beispielsweise in einem ungarischen Blog und erntete üblste Beschimpfungen, die unter die Gürtellinie gingen.
Nicht nur dort war man ihm plötzlich feindselig gegenüber eingestellt - auch seine Suche nach alternativen Auftrittsmöglichkeiten stellte sich als herbe Enttäuschung heraus. Ohne Kontakte und Hilfe von anderen musste er sich neue Bühnen suchen. Doch statt des berauschenden Erfolgs von einst erlebte er harte, schmerzvolle Erfahrungen.

Um überhaupt auftreten zu können, nahm er die einzige Möglichkeit, die er fand, an: Eine kleine, abgelegene Bühne auf einem Stadtfest einer konservativen Kleinstadt - seiner Heimatstadt.
Statt einem Publikum, das ihn mit offenen Armen aufnahm, trat er vor einem Publikum auf, das sich seinen individualistischen Darbietungen intolerant und ablehnend gegenüber äußerte - und das oft auch spürbar zum Ausdruck brache. Er versuchte das Publikum zu animieren, doch es blieb stocksteif stehen. Ein Auftritt wie auf dem Friedhof. Einige zeigten sich regelrecht ablehnend und verließen seinen Auftritt.

Nun lag es sicher auch am suboptimalen Auftrittsort und dem falschen Publikum - doch als er ein Jahr später immer noch keine neue Auftrittsmöglichkeit gefunden hatte, ging er erneut auf die selbe Bühne.
Er wollte nicht aufgeben, immerhin war es sein Traum. Mittlerweile blickte er mit Wehmut auf alte Erfolge zurück und sehnte sich danach, noch einmal den Ruhm von einst zu erlangen. Doch das Publikum war nicht gnädig mit ihm, zeigte ihm die kalte Schulter. Die Liebe, nach der er suchte, bekam er nicht.
Alte Wegbegleiter und Fans aus alten Zeiten, die er zu seinen Auftritten als Unterstützung eingeladen hatte, ließen ihn im Stich.

Über Jahre hinweg nahm er immer wieder diese einzige Auftrittsmöglichkeit wahr, in der Hoffnung, die Umstände würden sich bessern und er würde mehr Glück mit dem Publikum haben.
Der letzte Auftritt war für ihn nur noch ein Spießrutenlauf - er dachte zu Beginn an nichts böses, doch wurde während des gesamten Auftritts von zwei Rotzgören im Alter von vermutlich 14 Jahren übelst beschimpft. Beleidigende Zurufe, die deutlich unter die Gürtellinie gingen, kennzeichneten den ganzen Auftritt.
Ursprünglich war er auf die Bühne gegangen, weil er es liebte Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen - doch diesen Auftritt wollte er einfach nur noch so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Seither hat er nie wieder eine Bühne betreten.

Es dauerte knapp 3 Jahre, ehe er sich von dieser Verletzung erholte und sich wieder der Musik zuwandte.
Er schrieb eigene Lieder und nahm sie im heimischen Studio auf - doch die große Resonanz blieb aus.
Das wenige Feedback, das er seither bekam, war überaus positiv, bescheinigt ihm Talent - doch es war, als würde seine Musik in der Masse der Posts in sozialen Netzwerken unbeachtet bleiben, es erfolgte teilweise gar keine Reaktion. Für einen Künstler fast noch schlimmer, als nur negatives Feedback zu bekommen.

Auf den Rückhalt seiner Freunde und Kontakte konnte er in dieser Sache ohnehin fast nie bauen.
Ehemalige Freunde seiner Karaoke-Zeit hatten sich längst von ihm abgewandt, einige erreichten mit ihrer eigenen Musik gar mehr Likes und Plays im Internet als er.
Seine Eltern unterstützten ihn nie, ruinierten sein angegriffenes Selbstwertgefühl als Künstler mit verächtenden Kommentaren. So bekam er auch von elterlicher Seite alles andere als Unterstützung.
Auch, wenn er immer noch viele musikalische Ideen hat, und sich seine Gesangsstimme zum positiven verändert hat, so lautet sein ernüchterndes Fazit:

"Neue Projekte beweisen immer wieder, dass es eigentlich niemanden interessiert, dass ich noch Musik mache. Ich stehe eigentlich komplett alleine da und habe bei der Suche nach neuem Publikum immer Pech. Oft frage ich mich sogar, ob es an der Qualität des musikalischen Outputs liegt, dass kaum jemand reagiert. Aber die Erfolge der Vergangenheit und das wenige, aber überaus positive Feedback zu neusten Aufnahmen zeigt mir, dass dem nicht so ist."

Manchmal fühle er sich wie ein alternder Star, der seine besten Zeiten hinter sich hat und dem das Publikum nicht mehr folgt. Doch ganz los kommt er von der Musik wohl auch nicht.

"Ich habe es mir immer wieder vorgenommen, keine Musik mehr zu machen. Doch zwei Dinge haben mich immer wieder dazu bewogen, weiterzumachen. Erstens der Glaube daran, dass das, was ich mache, doch nicht so schlecht sein kann und ich immer viel Pech hatte. Und zweitens, die Sehnsucht nach einem Erfolg von einst, noch einmal die Wärme und den Applaus des Publikums zu spüren. Wer das einmal erleben durfte, wird sich immer wieder danach zurücksehnen."

Doch seine Sehnsucht hat auch Grenzen - so zum Beispiel, wenn es um das Thema Casting-Shows im TV geht. Davon hält er nicht viel. Dort werde man bewusst  dem Fernsehpublikum der Lächerlichkeit preisgegeben. Nach diesen schmerzlichen und enttäuschenden Erfahrungen der Vergangenheit sei dies ohnehin das letzte, worauf er Lust habe. Und auch als erfolgreicher Teilnehmer werde man schnell verheizt - mit ganz wenigen Ausnahmen konnte sich bislang keiner der Teilnehmer langfristig im Geschäft halten. Zudem möchte er sich ohnehin in kein Muster drängen lassen, in das er nicht passe - als jemand, der anders ist als andere. Denn genau das ist es, was einen im musikalischen Einheitsbrei von anderen unterscheidet.

Jedoch, wenn er offenbar den Glauben an seine musikalischen Fähigkeiten doch nicht ganz verloren hat, stellt sich vielen Lesern sicher die Frage, weshalb er sich für diesen Beitrag nicht zu erkennen gibt...
Darauf sagte er uns:

"Die Angst, durch solch einen Beitrag erneut beleidigende Kommentare zu bekommen, ist noch zu groß. Das ist das letzte, was ich jetzt möchte. Wenn ich mich zu erkennen gebe, muss ich aber genau damit rechnen. Dass die Leute so auf mich reagieren, wie bei meinen letzten Auftritten. Auch, wenn es dafür meiner Meinung nach keinen so expliziten Grund gibt. Trotzdem treffe ich oft auf Menschen, die es nicht so gut mit mir meinen oder mich nicht so nett behandeln. Durch meine Anonymität hier minimiere ich mein Risiko und muss zudem negative Kommentare nicht lesen. Das ist anders, wenn mich jemand per Kommentar auf meinem Youtube-Kanal beleidigt - da sehe ich das sofort - auch wenn der Kommentar erst freigegeben werden muss. Das ist auch mit ein Grund, weshalb ich bis heute auf keiner Bühne mehr war - abgesehen davon, dass sich bisher für mich keine alternative Auftrittsmöglichkeit geboten hätte. Bei einem Auftritt wäre ich möglichen offensiven Beleidigungen wieder komplett ausgeliefert. Daher suche ich nun nach einer Möglichkeit, die mir das Selbstwertgefühl als Künstler zurückgibt. Und wenn es nur ein paar positive Kommentare sind."

Seine Geschichte zu erzählen, kostete ihn einiges an Überwindung - doch er möchte anderen die Augen öffnen.

"Viele Talente werden erst gar nicht erkannt, beachtet oder gesehen. Ohne die richtigen Personen, die dieses Talent auch fördern, wird man nicht vorankommen. Auch, wenn ich es mir wünsche und darauf hoffe, so denke ich, dass ich einen großen Erfolg wie damals nicht nochmal erlebe. Ich glaube immer noch, dass ich musikalisch nicht untalentiert bin - sonst würde ich nicht noch Musik machen und dafür vereinzelt begeisterte Kommentare ernten. Doch es ist ernüchternd, wenn die musikalische Botschaft, in die man Zeit und Herzblut gesteckt hat, so gut wie nirgendwo ankommt. Mein altes Publikum ist fort - und ich habe noch kein neues gefunden."

Seinen musikalischen Mitstreitern wünscht er mehr Erfolg, Aufmerksamkeit und Glück.
Die schmerzvollen Erfahrungen der Vergangenheit haben ihn scheu gemacht, dasselbe Schicksal wünscht er niemandem. Mühsam quält er sich nun durch einen schlecht bezahlten, monotonen und konventionellen Joballtag.
Eltern von musikalisch begabten Kindern rät er, sie in ihrem Talent zu fördern, sie zu bestärken das zu tun, was sie sich wünschen.

"Der Traum ist aus."

Wir, das NewsTresor-Team, wünschen ihm, dass er nicht Recht behält...

Dienstag, 29. Oktober 2013

Primark: Mode zum Wegwerfen

Auch Primark produziert blutig - ZDF-Reportage deckt Missstände auf, auch in Deutschland!


Es ist für viele vermutlich keine Überraschung, was eine ZDF-Fernsehdokumentation vom 16.10.2013 ans Licht bringt: Auch Primark produziert zu menschenunwürdigen Bedingungen in Bangladesh. Und das, obwohl Primark damit wirbt, für ethische Werte und menschliche Arbeitsbedingungen einzustehen.
Auch die Unzufriedenheit von Mitarbeitern in Deutschland klingt in der Reportage an.
In der Einleitung des Beitrags äußert sich eine Mitarbeiterin mit versteckter Kamera "Es ist Primark ja egal, wie es uns geht" und deutet damit auch Misstände in deutschen Filialen an, die in der Dokumentation ebenfalls thematisiert werden.

Doch die Befragung von modebewussten jungen Damen zu Beginn des Beitrags zeigt, dass sich bei einkaufshungrigen Mode-Junkies offenbar das Hirn ausschaltet. Günstige Preise - mehr zählt offenbar nicht. Bei wie vielen Modekunden da offenbar das Hirn ausschaltet, wird in der Eingangssequenz der Dokumentation deutlich, in welcher junge Massen das Ladenlokal stürmen, als gäbe es alles umsonst.
"Irgendjemand zahlt dafür, und das sind unsere Arbeiter - mit ihrem Blut, ihrem Schweiß, ihrem Leben", verrät eine Gewerkschafterin aus Bangladesh. "Die Einkäufer reden über so viele ethische Dinge, aber sie bezahlen nicht ethisch - das ist nicht gerecht".

Dass die Näherinnen hart arbeiten müssen, nur damit ihre Arbeit auf dem europäischen Markt zu Dumpingpreisen verramscht wird, ist ihnen selbst in dieser Dimension offenbar nicht wirklich bewusst. Angesprochen auf die Tatsache, dass die Kleidung, die sie nähen, zu Dumping-Preisen verkauft wird, antworten sie verwundert, dass sie sich das nicht vorstellen können, weil sie dafür schwer arbeiten müssen, oft mit unbezahlten Überstunden und trotz Krankheit. Ein Leben in Slums.
Damit europäische Konsumentinnen wie im Rausch zu Billigpreisen shoppen können, müssen die Arbeiterinnen in Bangladesh hart und unter teils lebensbedrohlichen Bedingungen arbeiten. So verloren, laut der ZDF-Reportage, beim Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes (ein neunstöckiges Geschäftsgebäude, unter anderem mit mehreren Textilfirmen) mehr als 1100 Menschen im April 2013 ihr Leben. Auch Primark habe dort fertigen lassen.
Hat Primark etwas zu verbergen, dass sie dem ZDF keine Drehgenehmigung für eine der Textilfabriken erteilen? Der Verdacht liegt nahe.

Bei den Kampfpreisen der irischen Textilkette mit kleiner Gewinnmarge wird das Kleidungsstück zu einem Verbrauchsgegenstand degradiert, welches man nach einer Saison bereits wieder aussortiert und entsorgt.
Dass günstige Kleidung aber auch gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben kann, wird dabei von vielen Kunden offenbar verdrängt. So stecken, wie ebenfalls in der Reportage zu sehen, in vielen Kleidungsstücken gesundheitsbedenkliche Schadstoffe, unter denen auch die Mitarbeiter in Deutschland beim täglichen Umgang mit der Ware leiden, wie eine Betriebsratsangehörige in der Reportage andeutet.
Opfer von "Billig" sind also nicht nur die Näherinnen in Bangladesh, sondern auch die Mitarbeiter in Deutschland, die teils täglich in Kontakt mit der schadstoffbelasteten Ware kommen.
Wie die Reportage zeigt, löst die Ware auch allergische Reaktionen aus - und das auch bei zahlreichen Kundinnen, die sich im Internet über die mangelnde Qualität der Kleidung äußern.
Wenn Kundinnen und Mitarbeiter über Allergien und gesundheitliche Beeinträchtigungen nach dem Tragen von Primark-Mode klagen, so kann man sich vorstellen wie es den Arbeitern in den asiatischen Produktionsstätten gehen mag, die täglich in weitaus höherer Konzentration ungeschützt den Schadstoffen ausgesetzt sind.

Es darf sich nun jeder offen fragen, ob er in Kauf nimmt, dass für die Klamotten, die man fast inflationär einkauft, andere Menschen leiden und Beeinträchtigungen hinnehmen müssen, sich gar einer gesundheitlichen Gefahr oder gar Lebensgefahr aussetzen.
Nur der Konsument hat die Macht sich diesem Angebot zu versagen und so ein Zeichen zu setzen gegen Lohndumping, unmenschliche Arbeitsbedingungen und billige Kleidung mit mangelnder Qualität und gesundheitlichen Risiken. Wo eine Nachfrage ist, gibt es auch einen Markt.
Ein Unternehmen, das Mitarbeiter wider eigenen Behauptungen unmenschlichen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen aussetzt und offenbar nichts dagegen unternimmt, ist sicherlich kein soziales Unternehmen.

Mittwoch, 21. August 2013

The Power Of Jennifer Rush: Ohne Power in Bratislava - geht ihr die Puste aus?

Quelle: http://www.dennikrelax.sk/
Ihre Stimme zählt zu den markantesten im Pop-Geschäft: Pop-Sängerin Jennifer Rush ist bekannt für ihre Stimmgewalt und ihr unverkennbares, perfektes Organ.
Ihre große Ballade "The Power Of Love" aus den 80er Jahren gehört zu den erfolgreichsten Lovesongs aller Zeiten und ist spätestens seit der Coverversion von Celine Dion unvergessen.
Wann immer im Radio die vielen Hits von Frau Rush gespielt werden, so ist ihre Stimme immer ein absolut unverkennbares Markenzeichen.

Doch ausgerechnet ihr wertvolles Markenzeichen scheint in der Vergangenheit häufiger zu schwächeln.
Ihr jüngster Auftritt vom 03.08.2013 in Bratislava anlässlich des dortigen "Tribute To Freedom"-Festivals offenbarte ihre stimmlichen Defizite. Rush wirkte alles andere als fit.


Wie ein Fan-Video eines Zuschauers zeigt, ist Rush zwar bemüht beim Auftritt in Bratislava das stimmliche Niveau alter Tage zu erreichen, kann aber doch nicht mit ihrer bekannten Stimmkraft aufwarten.
Man erwartet stets den Höhepunkt und eine stimmliche Steigerung - doch Rush wirkt angestrengt bei dem Versuch so zu klingen wie früher.
Es könnte der Eindruck entstehen, Rush singe mit angezogener Handbremse oder versucht irgendwie sich selbst zu imitieren.

Bedauerlicherweise handelt es sich beim jüngsten Auftritt in Bratislava um keinen einmaligen Ausrutscher.

Ihr Comeback-Versuch in 2010 mit dem Album "Now Is The Hour", auf dem sie in der Tat mit stimmlicher Größe von einst brilliert, scheiterte. Öffentlich erntete Rush zur damaligen Zeit hauptsächlich Aufmerksamkeit und Spott aufgrund ihres Aussehens. Das damals neu erschienene Album erreichte in Deutschland lediglich Platz 21 der Albumcharts und verschwand nach wenigen Wochen wieder aus den Top 100. Ein Single-Hit gelang Rush nicht, wohl auch aufgrund der schlechten Vermarktung ihrer Plattenfirma.
Seither muss Rush tingeln und tut dies, wie viele Altstars deren Karriere ihren Höhepunkt bereits längst hinter sich hat, auf (Klein-)Stadtfesten und in Einkaufszentren, größtenteils in Ostdeutschland. Aber auch in den Ostblock-Ländern bieten sich zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten, da dort die Musik der 80er Jahre immer noch sehr populär ist.

Bei einem Konzert in Bukarest 2010 singt sie neben neuen Liedern auch ihre alten Hits. Darunter auch ihren größten: The Power Of Love. Alle erwarten die altbekannte Stimmgewalt- doch stattdessen ist sie stimmlich ein Schatten ihrer selbst. Der Hit, der sie einst weltberühmt gemacht hat, lebt nicht mehr von ihrer voluminösen Stimme, sondern nur noch von der Erinnerung an sie. Rush ist bemüht die Töne zu treffen und zu halten



Fast noch schlimmer ist ihr Auftritt vom Silvesterabend 2008 im rumänischen Timisoara - nach Bukarest die zweitgrößte Stadt des Landes.
Mit einer rumänischen Band präsentiert sie dem Publikum vor Ort ihren größten Hit "The Power Of Love", der fast nicht mehr als dieser zu erkennen ist. Ein Titel, der eigentlich Romantik erzeugen sollte, löst jedoch eher Mitleid aus.
Ihr Gesang wirkt schief und regelrecht geleiert, gar wie von einem leiernden Tonband.
Von ihrer einstigen Perfektion und Stimmgewalt ist so gut wie nichts geblieben. Auch hier versucht Rush vergeblich an das Niveau alter Tage heranzukommen und sich selbst zu imitieren - scheitert dabei aber kläglich. Man hat fast Mitleid, dass sie sich dem aussetzt.



Auch bei einigen Auftritten in Ostdeutschland lässt Rush ihr altes stimmliches Niveau vermissen.

Im Frühjahr 2013 führte sie eine Petition auf Facebook nach Südafrika, wo sie mehrere ausverkaufte Konzerte gab. Anlässlich dazu trat sie auch im Fernsehen auf und sang den Song "Still", den sie jüngst in Bratislava vermasselte, live im Fernsehen.
Zwar patzt Rush auch hier ein wenig bei den entscheidenden Stellen, an denen sie eigentlich schmettern sollte - dennoch ist der Live-Auftritt im südafrikanischen Fernsehen kein Vergleich zu der schwächelnden Performance in Bratislava.



Natürlich kann über die Gründe nur spekuliert werden, weshalb ihre Stimme nicht mehr so zuverlässig arbeitet, wie zu ihren Glanzzeiten.
Ein Kenner und Fan der Sängerin behauptet, es könnte daran liegen, dass sich mit den Wechseljahren auch die Stimme verändert und Rush dennoch mit der alten Technik versucht weiter zu singen, was aber aufgrund der veränderten Stimme nicht mehr gehen könne. Nur ein professioneller Gesangs-Coach könne die Stimme gezielt auf das alte Niveau hin trainieren.

Zudem könnten auch unvorteilhafte technische Auftrittsbedingungen vor Ort die Schuld an Rushs stimmlichen Darbietungen in jüngster Zeit tragen. Schlechte Tontechniker, schlechte Akkustik der Auftrittsorte?
So ist zum Beispiel denkbar, dass die Monitor-Anlage, über die der Sänger sich selbst hören kann (und muss), nicht richtig eingestellt war.
Wie schief es klingen kann, wenn sich der Sänger nicht selbst hören kann, beweisen zahlreiche Auftritte von Kandidaten für die TV-Show "Deutschland sucht den Superstar", die mit Kopfhörern auf den Ohren beim Casting das nachsingen, was sie gerade anhören.
Konnte sich Rush also bei einigen Auftritten nicht oder nicht gut genug hören und sang deshalb nicht so gut wie früher?
Vielleicht lag es auch an den schlechten Tontechnikern vor Ort. Aber auch der beste Tontechniker kann bei mancher Lokalität einfach keine gute Akkustik zaubern.

Update 21.08.2013


Wie ein Fan-Mitschnitt des Konzerts vom 10.08.2013 in Salzgitter zeigt, ist Rush auch dort stellenweise schwach bei Stimme. Auch in der Beschreibung des Videos redet der Uploader davon, dass Jennifer bei manchen Songs Probleme mit ihrer Stimme gehabt habe.
Unterstützt von einem stimmkräftigen Backgroundchor versucht Rush ihre stimmlichen Defizite zu verstecken.

Wer genauer hinhört, kann bei Laufzeit 6:29 des Videos gar "Auszieh'n! Auszieh'n!"-Rufe erkennen.
Am Ende des Konzertes rauscht Rush nach der Verabschiedung wieder flott von der Bühne, obwohl die Band noch nicht die letzten Takte gespielt hat. Wollte Rush den Auftritt bloß so schnell wie möglich hinter sich bringen?


Hier ein Video von Rush aus den 80ern: Eine TV-Live-Performance ihres größten Hits "The Power Of Love".



Was auch immer der Grund für Rushs schwächelnde Darbietungen in letzter Zeit ist - es sei ihr zu wünschen, dass sie bald wieder zu ihrer alten Form zurückfindet und mit ähnlicher Perfektion aufwarten kann wie in den 80ern. Und es sei zu hoffen, dass ihre Plattenfirma das stimmliche Potential erkennt und unterstützt - letzteres schien seit der Vermarktung ihres letzten Albums in 2010 nicht der Fall zu sein...

Freitag, 9. August 2013

We Will Always Love You: Whitney Houston wäre 50 Jahre alt geworden

Whitney Houston am 31.05.2010 bei
ihrem Konzert in der Festhalle Frankfurt
Foto: privat
Ich erinnere mich, als wäre es gestern: Gespannt auf Neuigkeiten saß ich am 11. Februar 2012 vor dem Fernseher, als die Nachricht bekannt wurde, dass einer unserer größten Weltstars mit nur 48 Jahren gestorben war.
Diesen August wäre sie 50 Jahre alt geworden.

Geboren am 09. August 1963 als Whitney Elizabeth Houston, sollte ihr eine beispiellose Weltkarriere gelingen.
Ihre Mutter Cissy Houston war unter anderem Sängerin der Begleitband von Elvis Presley. Ihre Cousine war die weltberühmte Dionne Warwick. So wurde Whitney der Bezug zur Musik bereits verwandtschaftlich in die Wiege gelegt. Doch es war vorallem ihr Talent, das Houston zu ihrem Ruhm verhalf.
Houstons Stimmvolumen reichte über drei Oktaven - und genau dieses Organ war es, das Whitney weltberühmt machte.

Gefördert von ihrer Mutter Cissy Houston, sang sie schon in jungen Jahren an der Seite ihrer Mutter bei Auftritten in Nachtclubs und ihrer Heimatkirche in Newark. Schließlich wurde sie von Musikmanager Clive Davis entdeckt und erhielt 1983 ihren ersten Plattenvertrag.
Ziel war es, Houston zur erfolgreichsten weiblichen Künstlerin des Labels zu machen. Schon mit ihrem Debüt-Album "Whitney Houston" gelang ihr der ganz große Durchbruch. So erreichten alle Singleauskopplungen des Albums Platz 1 der US-Single-Charts - der Beginn einer Weltkarriere.
Bis zum Ende der 90er Jahre war Whitney Houston musikalisch international äußerst erfolgreich und konnte an ihre ersten Erfolge nahtlos anknüpfen. Hits wie beispielsweise "I Wanna Dance With Somebody", "How Will I Know", "I'm Every Woman" oder "My Love Is Your Love" machten sie weltweit zu einer der erfolgreichsten weiblichen Popsängerinnen.
Auch auf der Kino-Leinwand wurde Houston zum Star - unvergessen ihr Film-Debüt 1992 in "Bodyguard". Der dramatische Titelsong "I Will Always Love You" zum Film avancierte zu ihrem größten Hit. Mit der klaren und kräftigen Stimme, mit der sie diesen Song zum Hit machte, würde sie ihn in ihren letzten Jahren nicht wieder singen können.
Der tiefe Fall von einer skandalfreien und glanzvollen Weltkarriere in den Drogensumpf begann spätestens Ende der 90er Jahre, als immer mehr Gerüchte um ihren Gesundheitszustand in den Medien präsent waren.
Whitney Houston am 31.05.2010 bei
ihrem Konzert in der Festhalle Frankfurt
Foto: privat


Als Whitney Houston schließlich 2009 ihr Comeback-Album "I Look To You" veröffentlichte, hatte ich das Gefühl: Jetzt geht es endlich wieder bergauf.
Ihr offenes Interview mit US Talk-Queen Oprah Winfrey über ihre Drogenhölle und ihre gewaltsame Ehe mit Ex-Mann Bobby Brown schien für mich wie eine Abrechnung und ein Schlussstrich mit ihrem alten Leben zu sein. Ich hatte den Eindruck, als wolle Whitney Houston ihr altes Leben hinter sich lassen. Stimmlich war sie zwar noch nicht ganz so fit wie zu ihren Glanzzeiten, doch die Botschaft ihres Comebacks sollte ohnehin lauten: Ich bin wieder da, ich habe den Kampf gegen die Sucht gewonnen.

Doch spätestens als die ersten Mitschnitte ihrer "Nothin But Love"-Tour 2010 folgten war mir klar, dass es etwas in ihrem Leben gab, dass stärker zu sein schien als ihr guter Wille. Konnte sie der Versuchung doch nicht widerstehen, um den Tour-Alltag durchzustehen?
Whitney Houston am 31.05.2010 bei
ihrem Konzert in der Festhalle Frankfurt
Foto: privat

Sie war zuletzt wohl ein Opfer ihrer Manager und Plattenbosse geworden, die sie trotz ihres offensichtlich kranken und stimmlich instabilen Zustands auf Tournee schickten. Im Zeitalter digitaler Musik und illegaler Downloads bringen Konzerte eben mehr Kohle als der reine Verkauf ihrer Musik.
Diese letzte Tour muss für Houston wie ein Spießrutenlauf gewesen sein.
Einst gefeierter Pop-Star, nun vom Publikum verlassen und ausgebuht.
Whitney Houston am 31.05.2010 bei
ihrem Konzert in der Festhalle Frankfurt
Foto: privat

Ende Mai 2010 konnte ich mich live selbst von ihrem Zustand überzeugen als ich für ihr Konzert in Frankfurt eine Karte in der ersten Reihe ergatterte. Doch was ich für die knapp 120€ geboten bekam, war eine Frau, die nur noch ein Schatten ihrer selbst war. Nach den ersten drei Liedern musste man mit ansehen, wie diese Frau körperlich abbaute. Ihre alten Hits ließen die Stimmkraft von einst vermissen, die Stimme war regelrecht brüchig und rauh. Ihren größten Hit "I Will Always Love You" brach sie auf dem Konzert in Frankfurt gar völlig ab - wollte sie ein ähnliches Fiasko wie auf den vergangenen Konzerten vermeiden oder erkannte sie, dass ihre Stimme nicht mehr die von einst war?


Das Publikum in Frankfurt ging mit Whitney zum Glück geduldiger um, sodass ich an diesem Abend die ganz großen Demütigungen und Enttäuschungen vorheriger Konzerte erspart blieben. Dennoch war ihr Zustand besorgniserregend.

Lange ging das nicht mehr gut und für mich war es leider schon damals nur eine Frage der Zeit, bis Whitney Houston von ihrer Sucht besiegt werden sollte.

Noch 2011 soll sie versucht haben durch einen weiteren Entzug von ihrer Drogen- und Alkoholsucht loszukommen. Seit dem Ende der 90er Jahre hatte Whitney Houston immer wieder versucht in Entzugskliniken gegen ihre Sucht anzukämpfen.

Auch, wenn sie, knapp ein Jahr später, nicht unmittelbar an den Drogen starb, so fand man im Blut neben verschreibungspflichtigen Medikamenten auch Kokain. In der Badewanne ihres Zimmers im "Beverly Hilton"-Hotel in Beverly Hills war am 11. Februar 2012, einen Abend vor der jährlichen Grammy-Verleihung, tot aufgefunden worden. Als offizielle Todesursache wurde Ertrinken festgestellt, jedoch sollen auch eine Herzkrankheit und der langjährige Gebrauch von Kokain zum Tod der Sängerin beigetragen haben.
Whitney Houston am 31.05.2010 bei
ihrem Konzert in der Festhalle Frankfurt
Foto: privat

Viele geben bis heute Whitneys Ex-Mann Bobby Brown die Schuld an ihrer Drogensucht, die ihre Stimme mit zerstört hat.
Doch in einem offenen Interview mit US Talk-Queen Oprah Winfrey Anfang 2013 verriet ihr Bruder Michael Houston, dass er die Schuld an Whitneys Drogensucht trage. Auf die Frage Oprahs, ob er Whitney an Drogen herangeführt habe, antwortete er, für viele völlig schockierend, "Ja!".
Er und Whitney seien zusammen aufgewachsen, hätten alles zusammen gemacht. Als er angefangen habe Drogen zu nehmen, sei sie ihm dorthin gefolgt. Nun trage er diese Last für den Rest seines Lebens auf seinen Schultern.
Whitney Houston am 31.05.2010 bei
ihrem Konzert in der Festhalle Frankfurt
Foto: privat

Doch ihr Geburtstag soll kein Tag sein, an dem man sie in schlechter Erinnerung behalten soll. Dazu gäbe es auch keinen Anlass. Auch wenn die letzten Jahre ein immerwährender Kampf gegen böse, mächtige Dämonen zu sein schienen, so wird Whitney Houston für mich und viele Fans immer eine der mächtigsten und markantesten Stimmen der Musikgeschichte bleiben. Nicht umsonst wird sie von vielen schlicht "The Voice" genannt.
Ihre Stimme war ein Geschenk, mit dem sie Millionen Menschen Glück und Liebe spenden konnte. Doch gerade letzteres war wohl das, wonach sich Whitney am meisten sehnte. Einer Liebe konnte und kann sich Whitney jedoch immer sicher sein: Die Liebe ihrer Tochter Bobbi Kristina - ihr sei zu wünschen, dass ihr ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.
Und nicht zuletzt, die Liebe ihrer ihre Millionen Fans, die ihre unverkennbare Stimme nie vergessen werden.

Freitag, 25. Januar 2013

Primark als Arbeitgeber: Negative Bewertungen von Mitarbeitern im Internet

Harte Worte über den Arbeitgeber - gutes Arbeitsklima
sieht anders aus
Bereits einmal haben wir in unserem Blog exklusiv über die Arbeitsbedingungen der irischen Textilhandelskette Primark berichtet. Unser Bericht stützte sich vorallem auf die Aussagen eines anonymen ehemaligen Mitarbeiters, der uns ausführlich über das laut eigenen Aussagen ausbeuterische Klima berichtete. Vermutlich von Seiten Primarks erhielten wir daraufhin einige böse und im Tonfall aggressive Kommentare und Mails - ein Zeichen dafür, dass wir damit einen wunden Punkt getroffen hatten?

Bei unserer weiteren Recherche im Internet fanden wir weitere, deutliche Hinweise darauf, dass unser Artikel über den Fall eines ehemaligen Primark-Mitarbeiters keinesfalls ein Einzelfall ist.

So finden, teils ehemalige, Mitarbeiter auf dem Internetportal Kununu deutliche Worte für Primark als Arbeitgeber. "Kununu.com" ist ein Internetportal, auf dem Angestellte und Bewerber Bewertungen für Arbeitgeber abgeben können. Es ist ein Portal, das lediglich aus Bewertungen von Angestellten und ehemaligen Mitarbeitern besteht, eine unabhängige und neutrale Stelle mit anonymen Informationen aus erster Hand, nämlich von den Mitarbeitern selbst.

Die Tatsache, dass sich über Primark dort die negativen Arbeitgeberbewertungen häufen, bestätigt die Aussagen des ehemaligen Mitarbeiters, den wir für unseren ersten Primark-Bericht hier in unserem Blog interviewten.
So haben mehrere, teils ehemalige, Mitarbeiter von verschiedenen deutschen Primark-Standorten anonym ihrer Unzufriedenheit mit Primark als Arbeitgeber deutlich Ausdruck verliehen. 

In unserem ersten Bericht über Primark erwähnten wir bereits, dass sich Primark auf seiner Homepage als Arbeitgeber präsentiert, der sich besonders auf die Wertschätzung der Mitarbeiter fokussiert. Doch die vielen Kommentare der Angestellten über Primark als Arbeitgeber zeigen, dass diese Darstellung von Primark über die besondere Wertschätzung der Mitarbeiter wohl nicht mehr als heiße Luft zu sein scheint.


"Personal fördern, nicht fordern" - Mitarbeiter unzufrieden
mit Primark als Arbeitgeber

Deutliche Worte findet beispielsweise ein Mitarbeiter über Primark als Arbeitgeber:
"Primark kennt nur einen Führungsstil der heißt Druck, Druck, Druck. Gespräche werden in einer Art und Weise geführt, welche schon an Beleidigung grenzt, einfache Aspekte wie Wertschätzung, Respekt und Kooperation gibt es nicht,die jeweils über einem stehenden sagen was zu tun ist, ohne auf den direkten Untergebenen zu achten.Dieses beginnt beim Management und zieht sich weiter bis zu den Mitarbeitern, welche letztlich das schwächste Glied sind und die Konsequenzen tragen müssen. Kompetenz und Respekt spielen keine Rolle. 
Es ist einfach beschämend, wie dieses Unternehmen seine Mitarbeiter behandelt."

Die mangelnde Wertschätzung der Mitarbeiter ist es, was die Angestellten ihrem (Ex-) Arbeitgeber in sämtlichen Bewertungen vorwerfen - mal deutlich, mal etwas dezenter oder indirekter formuliert. Ein deutlicher Kritikpunkt, der sich in allen Bewertungen wiederfindet.


"
Mit Würde die Mitarbeiter behandeln und realistische Aufgabenverteilung wären mal angebracht. (...) alle unter Stress da Sie zuviel erledigen sollen, am besten auf einmal und Perfekt umsetzen.... (...) Die Vorgesetzten predigen zwar das alle Größen und alle Styles auf der Fläche sein sollen, die Realität sieht jedoch bei dem Zeitdruck aufgrund der Primarkprimetime etc anders aus (...) Sprechen verboten, nur funktionieren.(...)"



Auch Kollegen anderer Primark-Standorte finden auf dem Arbeitgeber-Bewertungsportal deutliche Worte. So sei Motivation ein Fremdwort und nach einem Jahr bereits "die Luft raus".
Auf ein gutes Betriebsklima werde zudem von der Führung keinen Wert gelegt, so ein Mitarbeiter in seiner Bewertung.

"Bück dich hoch" - der Hit von Deichkind über ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter erbarmungslos und aufopferungsvoll bis zum Burn-out schuften lässt, wird in den Kommentaren über Primark gar als Paradebeispiel zitiert.

Immerhin wäre bei einem harten und stressreichen Job und einem suboptimalen Arbeitsklima doch eine angemessene Vergütung ein motivierender Faktor. Doch danach sucht man bei Primark scheinbar auch vergeblich. 
Faire Gehaltsbedingungen herrschen demnach nicht, vielmehr Willkür wer wie viel verdient. 


"(...)zwischen €9 und €13 wobei Ausbildung und ledig/verheiratet/kind etc. wohl keine Rolle spielt. Es wird wohl gewürfelt." In einer anderen Bewertung heißt es zum Thema "Gehalt": "Der Leistung und Demütigung entspechend sind die Gehälter gerade mal dem Tarif ähnlich aber nicht zufriedenstellend." 
Ein Leben für die Firma - in Anbetracht des Gehalts und der dargestellten Arbeitsbedingungen gerechtfertigt?


Steckt dahinter etwa System oder durch Inkompetenz und mangelnde Organisation verschuldete Ungerechtigkeit?
Die mangelnde Motivation beim Personal sei bei einem Gehalt, das in keinem Verhältnis zur Arbeit stehe, nicht verwunderlich. 
 Das Geschäft habe größte Priorität, auf das Privatleben der Mitarbeiter werde keinerlei Rücksicht genommen.


Bereits in unserem ersten Artikel berichteten wir davon, wie das Unternehmen scheinbar die wertvolle Loyalität vieler Mitarbeiter auch damit verspielte, Aufstiegsmöglichkeiten in Aussicht zu stellen. Wurden damit nur falsche Hoffnungen geschürt, um die Mitarbeiter zu motivieren und der zunehmenden Demotivation entgegenzuwirken?

"
Die Zeiten des schnellen Aufstieg sind vorbei. Um Karriere machen zu können, muss man vorerst tief absteigen. Das Auswahlverfahren zur Beförderung ist sehr bedenklich und nicht für alle nachvollziehbar. Weiterbildungprogramme gibt es nicht. Schulung finden statt, wie Führungskraft mit einem Mitarbeiter umzugehen hat, wenn diese Krank war. Persönlichkeitsentwicklung wird nicht gefördert." Über die vergeblichen Bemühungen um eine Beförderung eines ehemaligen Mitarbeiters hatten auch wir bereits hier in unserem Blog berichtet.


Nun könnte man uns vorwerfen, wir wollten mit der erneuten Berichterstattung über die Arbeitsbedingungen bei Primark den Ruf des Unternehmens gezielt schädigen. 


Wir verfolgen jedoch nicht das Ziel, dem Unternehmen Primark mit unserer Berichterstattung zu schaden. Unser Ziel ist es vielmehr, unseren Leserinnen und Lesern einen kritischen Blick auf die Arbeitsbedingungen von Primark zu geben und die kritischen Stimmen auf unseren ersten Primark-Artikel zu entkräften.
Zudem tragen wir an dieser Stelle lediglich Informationen zusammen, die bereits an anderer Stelle im Internet öffentlich einzusehen sind. Diese sind an dieser Stelle leider wieder einmal Anzeichen dafür, dass ein Arbeitgeber seine sozialen Verantwortung, die er nun einmal auch hat, sträflich zu vernachlässigen scheint.

Die gesamten Bewertungen von Angestellten über Primark als Arbeitgeber finden Sie unter folgendem Link: Kununu.com - Primark - Arbeitgeberbewertungen


Samstag, 16. Juni 2012

„Look good – pay less“: Niedriglöhne und Chaos bei irischer Textilhandelskette?


Während die irische Textilhandelskette PRIMARK in Deutschland auf Expansionskurs ist und sich insbesondere Kundschaft mit schmalerem Budget über günstige Schnäppchen freut, leidet das Verkaufspersonal unter den Arbeitsbedingungen.

In mehreren deutschen Großstädten hat PRIMARK bereits Filialen eröffnet, zu denen Kunden teilweise hunderte von Kilometern anreisen um ihrer Shopping-Leidenschaft zu frönen.

Mit PRIMARK reiht sich ein weiterer, namhafter Handelskonzern ein in die Kette der Unternehmen, die ihren Mitarbeitern alles andere als menschliche Arbeitsbedingungen bieten.
Das von PRIMARK gepflegte positive Image dürfte nun Risse bekommen, wenn man den Aussagen von ehemaligen Kollegen Glauben schenken kann.

Einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen des expandierenden Modekonzerns gewährt uns Insider Stefan K.
(Name von der Redaktion geändert), der 18 Monate lang in einer deutschen Filiale als Vollzeitkraft gearbeitet hat. Aus Angst vor seinem Ex-Arbeitgeber möchte er anonym bleiben.
Auf der eigenen Webseite wirbt Primark für die Wertschätzung
der eigenen Mitarbeiter - die Realität sieht anders aus.

Demzufolge setze PRIMARK seinen eigenen Leitspruch „Look good – pay less“ als Modell vor allem auch für die interne Geschäftspolitik um.
Nach außen wahre das Unternehmen den Schein eines sozialen und fairen Arbeitgebers, knausere aber offenbar bei den Gehältern der Angestellten. 

Seine Ausbildung hat K. gut abgeschlossen - trotzdem
verdiente er bei Primark schlecht. (persönliche
Daten im Zeugnis aus Datenschutzgründen
unkenntlich gemacht - Original liegt der Redaktion vor)


„Ich habe 3 Jahre eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht und vor Primark bereits 18 Monate Berufserfahrung gesammelt und verdiente bei Primark netto knapp 1100€ und lag mit einem Stundenlohn von zuletzt 9,43€ ziemlich niedrig und war dabei kein Einzelfall, wie ich jedoch erst kurz vor meinem Ausscheiden erfuhr.“

In der Tat zählte K. mit seinem Stundenlohn laut dem DGB als Niedrigverdiener:
Die Niedriglohngrenze liegt in Westdeutschland bei 9,50 Euro, in Ostdeutschland bei 6,87 Euro, so der DGB auf seiner Internetseite.
Die Annahme, dass man im Niedriglohnsektor nur gering qualifizierte Arbeiter vorfindet, dürfte durch den Fall K. entkräftet werden. Dieser wurde trotz Ausbildung unter Wert bezahlt.
 

Exemplarische Gehaltsabrechnung von Primark
aus dem Jahre 2010 - trotz Ausbildung ein Niedriglohn.
(persönliche Daten aus Datenschutzgründen
unkenntlich gemacht, zur besseren Lesbarkeit wurden
die entscheidenden Zahlen vergrößert;
das Original liegt der Redaktion vor)
„Das Gehalt stand in keinem Verhältnis zu den zu bewältigenden Arbeitsmengen. Für den brutalen Knochenjob empfand ich den Stundenlohn als absolut unangemessen und mich als ausgebildete Fachkraft absolut ausgebeutet. Was ich leistete, war körperlich schwere Arbeit. Was ich bekam, war ein lausiger Lohn.“

Sicher hätte es K. mit seinem Stundenlohn gehaltsmäßig noch schlimmer treffen können, immerhin war K. direkt bei PRIMARK angestellt.
So sei, in besonders umsatzstarken Zeiten, (teils ungelerntes) Personal über Zeitarbeitsfirmen zu einem Bruchteil des Lohns der PRIMARK-Stammbelegschaft, eingestellt worden.
 

„Obwohl viele gute Leute dabei waren, wurden meist die übernommen, von denen Primark finanzielle Vorteile in Form von staatlichen Fördergeldern erhielt. Auch eigene Mitarbeiter, die direkt bei Primark angestellt waren, wurden nur zögerlich übernommen. Es bekamen insbesondere diejenigen keine Übernahme, die sich offen gegen die Personalpolitik äußerten.“ 
Zwar seien auch einige gute Leute übernommen worden, allerdings sei immer deutlicher geworden, dass die wirklich guten Mitarbeiter, ohne Anerkennung oder Möglichkeit des beruflichen Fortkommens, das Unternehmen bald wieder verließen.

Unter der Belegschaft verhärteten sich zudem Gerüchte, dass Primark bei der örtlichen Agentur für Arbeit 1 Euro-Jobber angefragt habe. Zwar wurde diese Anfrage, den Gerüchten zufolge, von der Arbeitsagentur abgewiesen, jedoch deckt sich dieser Verdacht mit K.'s Eindrücken.
„Die Gerüchte über die Anfrage bei der örtlichen Arbeitsagentur nach 1 Euro-Kräften konnten zwar nie von jemandem nachgewiesen werden, allerdings bestätigte das das Bild, das ich zunehmend von diesem Unternehmen hatte und kein positives war“.

Doch was war so schlimm an dem „Knochenjob“, der K. nach eigenen Aussagen fast bis in den Burnout trieb und den viele der Mitarbeiter mit zunehmender Demotivation ausübten?

Zu K.s Pensum zählte nicht nur das Auspacken von enormen Mengen an Ware, die schnellstmöglich aufgefüllt werden musste. Es musste laut K. auch immer darauf geachtet werden, dass sich die Abteilung in einem ordentlichen Zustand befand. Dies sei allerdings bei dem außergewöhnlich hohen Kundenaufkommen, das automatisch ein erhebliches Arbeitspensum mit sich brachte, eine fast unlösbare Herausforderung gewesen. Man selbst habe oft das Gefühl gehabt, unterbesetzt zu sein, da die Arbeitsbelastung enorm gewesen sei. Von Seiten des Managements habe es immer geheißen, dass die Abteilung eigentlich überbesetzt sei.
So und schlimmer sieht es in den Primark-
Geschäften tatsächlich aus.
Setzte die Geschäftsleitung die Mitarbeiter gezielt unter Druck, damit diese schneller arbeiteten? 
 
„Wenn man im Lager Ware auspackte, sollte immer auch Personal auf der Verkaufsfläche sein. Bei personellem Engpass, der oft aufgrund von Krankheit an der Tagesordnung war, war dies organisatorisch fast unmöglich. Man musste gleichzeitig Ware auspacken, auffüllen und die Verkaufsfläche, die je nach Kundenansturm einem Schlachtfeld glich, in Ordnung halten. Man bekam vom Management auch zusätzliche Aufgaben, die meistens ungelegen kamen, da man immer mehr als ausgelastet mit dem Standard-Pensum war“.
 


Zu den belastenden Arbeitsbedingungen trugen auch die Kunden bei, die meist ohne Rücksicht auf Verluste, die von den Mitarbeitern mühevoll hergestellte Ordnung mit einem Mal zerstörten, wenn sie körbeweise aussortierte Ware einfach in der Abteilung zurückließen. Das Verhalten vieler Kunden, meist aus sozial schwächeren Kreisen oder mit Migrationshintergrund, sei dreist gewesen und von der Geschäftsleitung hingenommen worden. Selbst beleidigende Kommentare von Kunden, teilweise Beschimpfungen auf persönlichem Niveau, sowie vollkommen respektloses Verhalten hätten die Mitarbeiter hinnehmen müssen, auch wenn diese vollkommen unschuldig gewesen seien. 

„Es kam durchaus zu Beschimpfungen seitens der Kunden, obwohl man sie höflich bat, den Einkaufskorb mit ihrer aussortierten Ware nicht einfach irgendwo auszukippen. Dinge wie „Sackgesicht“ waren da noch einige der angenehmeren Ausdrücke, die man sich gefallen lassen musste“.
Die Mitarbeiter leiden unter dem Verhalten
vieler Kunden - so sieht es an vielen Stellen
im Geschäft aus.

Wie respektlos sich viele Kunden verhielten, bestärken auch K.s Schilderungen von Vorfällen, wo Kunden ihre Notdurft (sowohl „klein“ als auch „groß“) in der Umkleidekabine verrichteten. Dies ist kein überspitzter Journalismus, sondern tatsächlich so passiert, wie K. glaubhaft schilderte. Wohl hätte das Preisniveau PRIMARKs und die damit anvisierte Kundschaft dieses Verhalten erst auftreten lassen.

 
Doch welcher Mitarbeiter kann überhaupt auf Dauer unter solch belastenden Arbeitsbedingungen, ohne Anerkennung und bei unbefriedigender Bezahlung mit Motivation und Einsatzfreude arbeiten? Personelle Unterstützung und Entlastung sei in Engpasszeiten von der Geschäftsleitung kaum zu erwarten gewesen. 

„Ich vermute, der Geschäftsleitung war es fast egal, wie der Laden aussah, solange die Zahlen stimmten. Man hat uns, wenn es ganz chaotisch aussah, zwar immer gehetzt, dass wir effektiver arbeiten sollten, aber im Endeffekt war insbesondere samstags dem hohen Kundenaufkommen kaum beizukommen. Zusätzliche Personalausfälle durch Krankheit mussten hingenommen werden, was die Arbeitsbelastung zusätzlich erhöhte. Zusatzaufgaben des Managements mussten erledigt werden, kam es auch noch so ungelegen“. 

Einige Kollegen hätten zudem eine unbezahlte Doppelbelastung gehabt und hätten, insbesondere an umsatzstarken Tagen, immer als zusätzliche Hilfskraft an den benachbarten Kassen Stornierungen oder Änderungen im Kassiervorgang durchführen müssen, da das Kassenpersonal selbst dafür keine Befugnis gehabt habe. So kam es laut K. insbesondere an belebten Tagen dazu, dass ein Kollege eines Teams im Abstand von wenigen Minuten an die Kasse sprinten musste um in Kassiervorgänge einzugreifen. Dies sei eine unbezahlte und von der Geschäftsleitung verteilte Zusatzaufgabe gewesen, die den entsprechenden Kollegen ein großes Maß an Belastbarkeit abverlangte. Eine Anerkennung oder Beförderung habe es für diese Kollegen in den meisten Fällen jedoch nicht gegeben. So seien diese Kollegen für die Firma doch ein gutes „Mädchen für alles“ gewesen, welches man durch eine Beförderung zu verlieren befürchtet habe.

Nicht nur die Arbeitsbedingungen innerhalb der Filiale, sondern auch die Geschäftsgebaren der Filialleitung sorgten für großen Unmut bei der Belegschaft. So seien Mitarbeiter regelrecht unter Druck gesetzt worden auch unbeliebte Schichten zu akzeptieren. Ohne Betriebsrat hatte die Filialleitung quasi freie Hand ihren knallharten Kurs durchzuziehen – die Leidtragenden waren die Angestellten.

Irgendwann sollten die Arbeitszeiten verlängert werden, man wollte die Mitarbeiter nötigen, bis 22 Uhr zu arbeiten. Auch ich sollte, trotz 2 Stunden Fahrtweg, bis 22 Uhr arbeiten. Und das, obwohl die Filialleitung genau wusste, dass ich unter diesen Umständen, dank schlechter Zugverbindung am Abend, erst gegen 1 Uhr nachts zuhause sein würde. Ich müsste, wie alle anderen auch, schriftlich einen Antrag stellen. Im Endeffekt konnte sie mich danach jedoch nicht zu diesen Arbeitszeiten nötigen, da alle Angestellten von Beginn an andere Arbeitszeiten vertraglich unterschrieben hatten. Dagegen konnte die Filialleitung nichts tun. Einige wehrten sich nicht gegen diesen Druck der Filialleitung und nahmen es stillschweigend hin, aus Angst ihren Job zu verlieren.“

Wie rigoros die Personalpolitik der Filialleitung war, verdeutlicht K. in seinen Aussagen.„Welcher Rasse die Filialleitung angehörte, war spätestens klar als sie auf Beschwerden, die neuen Schicht- und Arbeitszeitsysteme betreffend, antwortete: „Wir sind im Handel, wem es nicht passt, der kann gerne gehen!“.

Ob ein solches Prinzip auf dem Gebiet der Personalpolitik ein besonders lobenswerter oder vorbildlicher Kurs ist, liegt sicher im Auge des Betrachters. Allerdings zeigte der Arbeitsalltag deutlich, dass es dieser Personalpolitik insbesondere an Effizienz mangelte.
Sowohl das Betriebsklima, als auch die Motivation der Mitarbeiter sei ständig schlechter geworden und habe sich in der allgemein nachlassenden Arbeitsleistung, aber insbesondere am Krankenstand bemerkbar gemacht.
Primark-Eröffnung in Hannover, 2011 - für die Mitarbeiter
Stress pur.

„Die Filialleitung hat sich über den exorbitant hohen Krankenstand gewundert, aber es war klar, weshalb niemand wirklich Lust hatte zu arbeiten. Anerkennung wurde, wenn überhaupt, mit warmen Worten gezeigt. Gebracht hat das, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig etwas. Die Leidtragenden des hohen Krankenstandes waren die Mitarbeiter, die anwesend waren. Aber ich verstehe jeden, der bei diesem Chaos lieber zuhause bleibt, statt sich für dieses magere Gehalt dem Druck und Stress auf der Arbeit auszusetzen“.

 
Immer neue Strategien seien entstanden, um die Mitarbeiter bei Laune zu halten. So wurde im Zuge der deutschlandweiten Expansion des Unternehmens den Mitarbeitern immer wieder propagiert, dass man mit harter Arbeit und Engagement auch Aussicht auf Positionen im Managementbereich habe. Zwar hätten dies vereinzelt auch Kollegen geschafft, dennoch wurde bei der Besetzung dieser Stellen regelrecht willkürlich vorgegangen. So hätten Kollegen, die in der Hoffnung auf solch eine Position besonders hart arbeiteten, die Ablehnung für solch einen Posten wie einen Schlag ins Gesicht empfunden. Auch hier habe das Unternehmen die wertvolle Loyalität von Mitarbeitern verloren und nur Hoffnungen geschürt.

Die Ausbeutung von Mitarbeitern funktionierte aber nicht nur über eine gnadenlose Personal- und Lohnpolitik, sowie das Anpreisen von möglichen Karrieresprüngen.
Das Unternehmen forderte eine Solidarität der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Auf besondere Bedürfnisse der Mitarbeiter sei meist nicht eingegangen worden. Es habe mehrere Fälle gegeben, wo alleinerziehende Mütter mit kleinen Kindern unter den neuen Arbeitszeiten die Spätschicht bis 22 Uhr übernehmen sollten. Zudem seien die meisten verkaufsoffenen Sonntage meist für alle Mitarbeiter verpflichtend gewesen. Des weiteren hätten sich viele Teilzeitbeschäftigte erfolglos beschwert, dass sie, im Gegensatz zu den Vollzeitkräften, keinen freien Samstag hätten und sich daher ungerecht behandelt fühlten.


„Ich hatte den Eindruck, es wurde immer nur gefordert, man wurde ausgepresst wie eine Zitrone, bis zum letzten Tropfen. Man sollte sich immer dem Willen der Bosse fügen – aber wehe, man hatte selbst einmal Bitten und Wünsche.“
Gewerkschaft IG-Bau deckt Lohn-Skandal auf der
Primark-Baustelle in Essen auf. Die Baufirma will den
polnischen Arbeitern ihre offenen Löhne nicht zahlen.
Nur 150€ Vorschuss erhielt jeder Pole - ein Stundenlohn
von gerade einmal 50 Cent. (September 2011, Essen)
Lohnbetrug Primark-Bauarbeiter

Zudem seien vereinzelt verspätete oder unvollständige Lohnzahlungen aufgetreten. Deren Konsequenzen mussten die Mitarbeiter tragen. Benötigte man aufgrund dessen einen Vorschuss, so wurde dieser nur nach mehrfacher Bitte erfüllt. Dabei habe die Firma die Zahlungsunregelmäßigkeiten selbst verursacht. Immerhin sei man, besonders bei einem solch knapp gehaltenen Lohn, darauf angewiesen. Viel Beachtung oder Verständnis von Seiten der Geschäftsleitung spürte K. in solchen Fällen nicht.
 

Nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen fühle sich K. erleichtert und rät Kollegen zu einem ähnlichen Schritt. Dass er beinahe aus dem Unternehmen gedrängt wurde, nachdem er fast 18 Monate treue und gute Arbeit geleistet habe, schmerzt ihn noch heute.

„Als ich absehen konnte, dass ich mich nicht auf ewig für einen solch mageren Lohn für ein Unternehmen abmühen wollte, welches meine Loyalität nicht erwiderte, suchte ich nach beruflichen Alternativen. Glücklicherweise hatte ich mit meinem Schulabschluss die Möglichkeit ein Studium aufzunehmen. Als die Geschäftsleitung von meinen Plänen, im Studium noch als Samstags-Aushilfe dort zu jobben, erfuhr, wurde ich ins Büro gerufen. Dort wurde ich von der Filialleitung mit bohrenden Fragen in die Ecke getrieben“. 

In der Tat zielten die von K. zitierten Fragen der Filialleitung scheinbar darauf ab, K. dazu zu bringen sein Arbeitsverhältnis dort zu beenden. So habe die Filialleitung K. mehrfach mit Fragen regelrecht attackiert und immer wieder kritisch nachgehakt, ob K. überhaupt noch dem Stress gewachsen sei.
 
„Wenn Sie die ganze Woche in der Uni sind und 8 Stunden am Tag lernen, haben Sie doch samstags keinen freien Kopf mehr, schaffen Sie das überhaupt?“.
Es folgte die Bemerkung der Filialleitung, man wolle nur alle Risiken ausschließen.

„Wie viele Studenten jobben neben ihrem Studium und haben keine Probleme. Mir wurde mit diesem bombardierenden Nachfragen regelrecht unterstellt, dass ich Studium und Nebenjob nicht unter einen Hut bekommen würde - so nach dem Motto, ob ich nicht lieber gleich ganz gehen wolle“. 

Da K. bereits ein unbefristetes Arbeitsverhältnis hatte, konnte man ihn nicht einfach so kündigen. Die Filialleitung erkannte in diesem Fall jedoch für sich eine Gelegenheit einen Mitarbeiter zu vergraulen. Bis heute kann sich K. für dieses gnadenlose Verhalten keinen Grund erklären, immerhin habe er bis zuletzt gut gearbeitet. 
Chaos und Menschenmassen bei Eröffnung
eines neuen Primark-Ladens:
Sieht so ein angenehmes Einkaufserlebnis aus?

„Nachdem ich 18 Monate trotz widrigen Umständen dort täglich gute Arbeit leistete, empfand ich das als einen Schlag ins Gesicht. Ich erinnere mich noch gut, dass ich oft für die Filialleitung übersetzen musste, wenn Management aus Irland zu Besuch kam, da unsere Filialleitung selbst kaum Englisch konnte“.

Sicher ist K. nur ein Fall eines enttäuschten Mitarbeiters von PRIMARK. Viele seiner ehemaligen Kollegen könnten sicher ähnlich über PRIMARK berichten, wurden schließlich auch sie Opfer einer gnadenlosen Geschäftspolitik. Die Gründe für deren Ausscheiden finden sich zumeist in zwei Kategorien: Grundloses Auslaufen des Arbeitsvertrags ohne Verlängerung oder eigene Kündigung aufgrund der Arbeitsbedingungen oder Perspektivlosigkeit.
Textilfabrik in Bangladesh - Primark wirbt,
wie viele andere Textilhandelsketten, mit
fairem Handel und ethischen Grundsätzen.
Eine Reportage des ARD enttarnte
jedoch bereits den Konkurrenten KiK, der in
Bangladesh für Hungerlöhne Kleidung nähen
lasse. Bei Primarks Kampfpreisen darf man
auch hier zweifeln, ob die Primark-Näherinnen
in Bangladesh tatsächlich fair behandelt
und entlohnt werden.


Dass mittlerweile auch einige Kunden begriffen haben, dass das Konzept von PRIMARK kein angenehmes Einkaufserlebnis bietet, zeigen diverse Kundenbewertungen auf verschiedenen Portalen im Internet. Dort wird der Laden mit einem „arabischen Basar“ verglichen, es ist von chaotischer „Wühltisch“-Atmosphäre und gänzlich überfordertem und, vom Kundenstrom und dreistem Verhalten genervtem, Aufräum-Personal die Rede. Zudem rieche ein Großteil der Ware nach Chemie.
 
Ob die Eindrücke K.s einen Einzelfall darstellen lässt sich nicht mit absoluter Sicherheit sagen.
Resümieren lässt sich aus diesen Eindrücken jedoch, dass PRIMARK, sofern K.s Aussagen die Realität wiederspiegeln, seinen Gewinn auf Kosten der Mitarbeiter maximiert und Wertschätzung, Menschlichkeit, sowie gerechte Arbeitsbedingungen, mit welchen das Unternehmen auf seiner deutschen Webseite für neue Mitarbeiter wirbt, scheinbar vermissen lässt.
Eine Stellungnahme von PRIMARK bleibt bis heute aus.